Am 27. September 1997 öffnete Mobil Zentral, die erste österreichische Mobilitätszentrale, in der Schönaugasse 6 seine Pforten. Fahrplanauskünfte, Fahrkarten und kompetente Beratung zum öffentlichen Verkehr sind seither telefonisch und persönlich aus einer Hand möglich. Mittlerweile ist ein ganzes Mobilitätszentralen-Netzwerk im Entstehen.
Alles begann eigentlich schon viel früher, als die Steirische Verkehrsverbund GmbH die Forschungsgesellschaft Mobilität (FGM) mit der Durchführung der "Verbund-Hotline" beauftragte. Damit sollte es möglich sein, alle Informationen über den öffentlichen Verkehr aus einer Hand anzubieten, ohne die Fahrgäste wieder an andere Stellen weiter verbinden zu müssen. Waren die zuvor bestehenden Telefonauskunftsstellen der einzelnen Verkehrsunternehmen meist auf deren eigene Linien spezialisiert, so gab es seit 29. Februar 1996 unter einer einheitlichen Telefonnummer endlich verkehrsmittel- und verkehrsunternehmensübergreifende Auskünfte für das gesamte Verbundgebiet. Vier Mitarbeiterinnen saßen anfangs an den Telefonen, um montags bis donnerstags von 9:00 bis 17:00 Uhr, an Freitagen von 9:00 bis 14:00 Uhr die gewünschten Auskünfte zu erteilen.
Schon zu dieser Zeit war die Weiterentwicklung der Hotline zu einer echten Mobilitätszentrale vorgezeichnet. Nach der Sicherung der finanziellen Mittel dauerte es noch bis zum 27. September 1997, bis Mobil Zentral – die erste Mobilitätszentrale in Österreich überhaupt – seine Pforten öffnete. Neben der Telefonauskunft war es im eigenen Geschäftslokal in der Grazer Schönaugasse 6 nun auch möglich, kostenlos persönliche Beratung zu erhalten, Verbund- und später auch Bahnfahrkarten zu kaufen und jedes erdenkliche Informationsmaterial zu bekommen. Ergänzt wurde die Palette der Dienstleistungen durch Beschwerdemanagement, Fahrradverleih und Carsharing.
Steigende Nachfrage – sowohl der telefonisch als auch persönlich erteilten Auskünfte – kennzeichneten den ständig aufwärts führenden Erfolgsweg von Mobil Zentral. Seit 2004 arbeiten die insgesamt zwölf MobilitätsberaterInnen in Bürogemeinschaft mit den Grazer Verkehrsbetrieben im wesentlich größeren GVB-Mobilitätszentrum, direkt am Verkehrsknotenpunkt Jakominiplatz. Finanziert wird Mobil Zentral von der Stadt Graz, dem Land Steiermark, der Steirischen Verkehrsverbund GmbH sowie seit Herbst 2004 zusätzlich von der ÖBB-Postbus GmbH, seit 2006 leistet auch die Kooperationsgemeinschaft der steirischen Verkehrsunternehmen einen Beitrag zur Finanzierung. Mobil Zentral hat mittlerweile von Montag bis Freitag von 8:00 bis 18:00 Uhr und an Samstagen von 9:00 bis 13:00 Uhr geöffnet, telefonische Auskünfte sind von Montag bis Freitag sogar von 7:00 bis 19:00 Uhr möglich.
Seit April 2007 ist Mobil Zentral Bestandteil des im Aufbau begriffenen, vom Land Steiermark beauftragten steirischen Netzwerkes von Mobilitätszentralen – dem bislang einzigen in Europa. Mit der organisatorischen Eingliederung der Tourismusbüros von Admont, Eisenerz, St. Gallen und Wildalpen sind die ersten Schritte getan, flächendeckend kompetente Auskünfte zum öffentlichen Verkehr in einheitlicher Qualität geben zu können. Als erstes sichtbares Zeichen ist seit kurzem die einheitliche Telefonnummer
050-6·7·8·9·10 in Betrieb, mit der alle Mobilitätszentralen österreichweit im Festnetz zum Ortstarif erreicht werden können.