Beinahe exakt 16 Jahre nach dem ersten Beschluss der Steiermärkischen Landesregierung (20. Februar 1978), einen „Koordinationsausschuss für die vorbereitenden Arbeiten eines Verkehrsverbundes im Grazer Zentralraum" einzuberufen, schaut die Welt für den öffentlichen Verkehr tatsächlich ein wenig rosiger aus.
Der einheitliche Verbundtarif, wie er seit 28. Februar 1994 bei der Verbund Linie Gültigkeit hat, stellte die Beseitigung der ersten großen Hürde dar und bietet den 756.000 potentiellen Benützern zugleich einen oft beträchtlichen finanziellen Vorteil. 308 Gemeinden waren zunächst im 5.733 Quadratkilometer großen Verbundgebiet erfasst, das neben der Landeshauptstadt sieben Verwaltungsbezirke und zwei Gerichtsbezirke sowie Stichstrecken zu zwei noch Pendler-relevanten Bezirkshauptstädten beinhaltet. Damit 90 Prozent der Tageseinpendler nach Graz erfasst.
Unter der als Corporate identity geführten Bezeichnung „Die Verbund Linie” betrieben 40 Verkehrsunternehmen 260 Linien, die in der ersten Phase nach wie vor stark auf Graz ausgerichtet sind. Neben den Grazer Verkehrsbetrieben (GVB) stellten die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB), die Graz-Köflacher Eisenbahn- und Bergbau-Gesellschaft (GKB), die Steiermärkischen Landesbahnen (STLB), weiters der damalige Postautodienst sowie 37 private Kraftfahrlinien ihr Verkehrsangebot zur Verfügung.
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