Im Jahr 2001 konnte der zuvor begonnene Einnahmenrückgang noch abgefangen werden, für 2002 konnte jedoch daraus kein weiteres Plus eingefahren werden. Auch bei den Fahrgästen steht ein deutliches Minus.
Die Verkaufsergebnisse für 2002 ergaben
Einnahmen aus Fahrscheinverkäufen von insgesamt 41,44 Millionen €, gegenüber dem Jahr davor (mit 41,61 Millionen €) entspricht das einem Minus von 0,39 Prozent. Die Auswertung nach Fahrkartenarten zeigte einen negativen Trend vor allem bei der Halb- und Vollpreis-Stundenkarte (gesamt -3,77%). Auf der Habenseite steht ein Einnahmenplus bei der 24-Stunden-Karte (gesamt +4,68%), die an Attraktivität gewonnen haben dürfte, seit das Preisverhältnis zur Stundenkarte wieder 2:1 beträgt, und bei der Monatskarte (+2,72%). Seit längerem wieder einen Zuwachs verzeichneten auch die Halbjahres- und Jahreskarte (gesamt +7,94%), die von vielen ganz bewusst noch vor der Tariferhöhung im Juni 2002 zum alten Preis gekauft worden sein dürfte. Ebenfalls Einnahmenzuwächse konnte mit der Studienkarte erzielt werden, wobei die 6-Monats-Studienkarte besonders hervorsticht (+14,15%).
Weniger positiv fiel das Gesamtergebnis bei den
beförderten Personen aus, hier musste mit 62,12 Millionen Fahrten zum Verbundtarif ein Rückgang gegenüber 2001 (65,22 Millionen) von 4,76 Prozent hingenommen werden. Dabei ungebrochen blieb die Bedeutung der Verbund Linie als „Nahversorger
”: Zum einen entfallen mehr als 77 Prozent aller Fahrten allein auf den städtischen Verkehr in den Kernzonen Graz (69,78%), Leoben (1,92%), Bruck/Kapfenberg (3,75) und Aichfeld (1,87%). Zum anderen wurden 2002 mehr als 79 Prozent aller Fahrten zum Verbundtarif innerhalb einer Zone (ca. 10 km), fast 95 Prozent innerhalb von vier Zonen (ca. 40 km) und 99 Prozent aller Fahrten innerhalb von sieben Zonen (ca. 70 km) getätigt. Unverändert bestätigt wurde auch der Nutzen der Verbund Linie für die Stadt Graz und ihre Bewohner: Die Fahrten in Graz allein (69,78%) oder über die Stadtgrenze (14,35%) ergeben einen Marktanteil von mittlerweile mehr als 84 Prozent. Der Anteil des sonstigen regionalen Verkehrs blieb unverändert bei knapp unter 8 Prozent.
Im Budget für 2002 wurden
verbundspezifische Ausgaben in der Höhe von insgesamt 29,4 Millionen € veranschlagt. Mit dem überwiegenden Teil davon, 19,49 Millionen €, werden die Einnahmenausfälle für die Anwendung des Verbundtarifs gedeckt. 8,06 Millionen € dienen zur Finanzierung von Angebotsverbesserungen. Für Marketing, Organisation und Planung sind 1,64 Millionen € vorgesehen, 0,21 Millionen € wurden für Abfertigungsgeräte ausgewiesen. Für die Finanzierung des Verkehrsverbundes in der Steiermark leisten das Land Steiermark 11,69 Millionen €, der Bund 8,13 Millionen € und die Stadt Graz 4,35 Millionen €. 5,19 Millionen € werden von Dritten für bestellte Angebotsverbesserungen erwartet, 0,4 Millionen € kommen aus Zinserträgen.
2002 waren 58 Verkehrsunternehmen mit rund 500 Straßenbahn-, Bus- und Bahnlinien zum Tarif der Verbund Linie unterwegs.
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