Bereits das dritte Jahr in Folge konnte die Verbund Linie sowohl Fahrgastzuwächse als auch Einnahmensteigerungen verzeichnen.
Die Ergebnisse zeigen, dass der seit 2003 zu verzeichnende Aufwärtstrend auch 2005 anhielt. Die
Einnahmen aus Fahrscheinverkäufen stiegen auf 46,82 Millionen Euro, gegenüber 2004 ist das ein Plus von 4,55 Prozent. Wie ist dieses erfreuliche Einnahmen-Plus zu Stande gekommen? Nach Verkehrsunternehmen betrachtet, sind die städtischen Verkehrsunternehmen (Grazer Verkehrsbetriebe +5,16%, Mürztaler Verkehrsgesellschaft +5,95%, Stadtwerke Leoben +7,76%) sowie die Schienenbetriebe (ÖBB +5,28%, GKB +7,07%, STLB +2,95%) die Matchwinner. Die regionalen Busunternehmen steuerten ein Einnahmen-Plus von 2,24 Prozent bei. Die Auswertung der Fahrkarten-Verkaufsdaten weist auf eine eindeutige Tendenz von der Einzel- zur Zeitkarte hin. Die Halbjahres- und Jahreskarte (Verkaufszahlen +13,36%) haben sich besonders erfreulich entwickelt, speziell die Halbjahreskarte mit einem Verkaufs- Plus von 24,25 Prozent war außergewöhnlich gut nachgefragt. Der gleichzeitige Verkaufsrückgang bei den Stundenkarten (-2,1%) und 10-Zonen-Karten (-9,3%) lässt den Schluss zu, dass frühere Gelegenheitsfahrer zu Stammkunden wurden und diese vermutlich für die Wintermonate Halbjahreskarten kauften. Diese sehr positive Entwicklung war sicherlich auch von äußeren Umständen wie extremer Winterwitterung, Feinstaubbelastungsdiskussion, erweiterter Parkraumbewirtschaftung in Graz und hohen Treibstoffkosten sowie der Tariferhöhung im Juni
2005 beeinflusst – die große Herausforderung besteht wohl darin, die neuen Zeitkartenkunden in den Folgejahren zu halten.
Bei den
beförderten Personen betrug der Zuwachs gegenüber 2004 (65,28 Millionen) ebenso erfreuliche 4,72 Prozent auf 68,36 Millionen Fahrten zum Verbundtarif. Diese Fahrgaststeigerung war ausnahmslos in den städtischen Bereichen zu verzeichnen, am markantesten in Graz selbst mit einem Plus von 5,56 Prozent und über die Stadtgrenze von Graz mit 4,6 Prozent. Unterm Strich hat sich die Bedeutung des öffentlichen Verkehrs für die Ballungszentren damit weiter manifestiert: 79,42 Prozent des gesamten Fahrgastaufkommens findet sich in den vier städtischen Kernzonen (2004: 79,11%), die Zone 101 (Graz) konnte ihre Bedeutung ausbauen und hält allein einen Anteil von 72,38 Prozent (2004: 71,8%). Die Fahrgastnachfrage über die Stadtgrenze von Graz lag wie schon im Vorjahr bei 13,86 Prozent, jene im ausschließlichen Regionalverkehr musste einen fortgesetzten Rückgang auf 6,32 Prozent (2004: 6,58%) hinnehmen.
Der
veranschlagte Kostenrahmen des Verkehrsverbundes für das Jahr 2005 betrug insgesamt 33,83 Millionen Euro. Davon werden für Tarifstützung 20,8 Millionen Euro, für Angebotsverbesserungen 10,97, für Planung, Organisation und Marketing 1,69 und für Abfertigungsgeräte/Vertrieb 0,37 Millionen Euro aufgewendet. Das Land Steiermark finanziert davon 12,71 Millionen Euro, der Bund 8,87 Millionen Euro und die Stadt Graz 4,64 Millionen Euro. 7,61 Millionen Euro kommen von Leistungsbestellungen Dritter sowie aus Zinserträgen.
2005 waren 65 Verkehrsunternehmen mit rund 500 Straßenbahn-, Bus- und Bahnlinien unter der Flagge der Verbund Linie unterwegs.
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