Bereits das vierte Jahr in Folge konnten die öffentlichen Verkehrsmittel in der Steiermark sowohl Fahrgastzuwächse als Einnahmensteigerungen verzeichnen.
Der Aufwärtstrend geht weiter: 2006 stiegen die
Einnahmen aus Fahrscheinverkäufen auf
49,27 Millionen Euro, gegenüber dem Jahr 2005 (46,82 Millionen Euro) ist das ein Plus von 5,2 Prozent. Ausnahmslos
alle Fahrkartenarten wiesen Einnahmenzuwächse auf. Bei einem Blick auf die detaillierten Verkaufszahlen zeigt sich eine hohe Zuwachsrate bei den Stundenkarten (+ 6,4%), was auf eine gestiegene Anzahl an Gelegenheitsfahrgästen schließen
lässt. Gleichzeitig sind die Verkaufszahlen der Halbjahres- und Jahreskarten um 7,3 Prozent gewachsen, wenn auch – wie es scheint – zu Lasten der Verkäufe von Wochenkarten (- 4,1%) und Monatskarten (nur +0,7%). Erstmals eher schaumgebremst
die bisher boomenden Verkaufszahlen bei den Studienkarten, die mit einem Gesamtplus von 3,8 Prozent zu Buche schlugen. Nach Unternehmensgruppen konnten die städtischen Verkehrunternehmen (GVB, MVG, STWL) ein Einnahmenplus von insgesamt 5,5 Prozent einfahren,
die Einnahmen der Schienenbetriebe (ÖBB, GKB, STLB) stiegen um 5,9 Prozent, jene der Busbetriebe um 3,7%.
Bei den
beförderten Personen stieg die Zahl auf
68,53 Millionen Fahrten zum Verbundtarif, das sind um 2,5 Prozent mehr als im Jahr 2005 (66,88 Millionen). Die Fahrgäste in Graz (+ 2,1%), im Aichfeld (+ 2,5%) sowie jene,
die über die Stadtgrenze nach Graz (+3,7%) kommen, trugen am meisten zu diesem Plus bei. Einzig die Stadtzone Leoben musste 2006 ein kleines Minus von rund 1,4 Prozent hinnehmen. Gemessen an der Gesamtnachfrage und unter dem Eindruck von Parkraumbewirtschaftung,
Feinstaubbelastung und steigenden Treibstoffpreisen bleibt der Großraum Graz die Domäne öffentlicher Verkehrsmittel: 85,9 Prozent aller Fahrten im Verkehrsverbund finden in Graz (71,5%) oder nach Graz (14,3%) statt. Ebenso augenfällig ist das
Stadt-Land-Gefälle mit einem Nachfrageanteil aller vier Stadtzonen von 78,5 Prozent – wobei der reine Regionalverkehr trotz eines absolut gemessenen, kleinen Fahrgastzuwachses (+0,6%) bei einem Gesamtanteil von 6,4 Prozent verbleibt.
Was kostete der Verkehrsverbund die öffentliche Hand? Als Kostenrahmen wurden für das Jahr 2006 insgesamt 33,3 Millionen Euro veranschlagt. Rund zwei Drittel – 20,28 Millionen Euro – fließen in die Tarifstützung,
rund ein Drittel – 11,05 Millionen Euro – wird für Angebotsverbesserungen aufgewendet. Für Planung, Organisation und Marketing standen im Budget 1,72 Millionen Euro und für Abfertigungsgeräte/Vertrieb 0,25 Millionen Euro zur Verfügung.
Das Land Steiermark finanziert 12,45 Millionen Euro, der Bund 8,62 Millionen Euro und die Stadt Graz 4,51 Millionen Euro. 7,72 Millionen Euro kommen von Leistungsbestellungen Dritter und aus Zinserträgen.
Schüler- und Lehrlingsfreifahrt. Seit dem Jahr 2003 fahren steiermarkweit auch alle SchülerInnen und Lehrlinge im Verbund. Sie haben – je nach Region zum Teil mit Aufzahlungsmöglichkeiten von Strecken- auf Zonennetzkarten – im Prinzip dieselben Vorteile wie alle anderne Verbundfahrgäste. Im Schuljahr 2005/06 gab es aus diesem Titel Einnahmen von 50,5 Millionen Euro und etwa 35,1 Millionen beförderte Personen.
2006 waren 64 Verkehrsunternehmen mit rund 500 Straßenbahn-, Bus- und Bahnlinien zum gemeinsamen Tarif der Verbund Linie unterwegs.
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