„Kennengelernt hab‘ ich diesen Berg schon in meiner Schulzeit, und damals, lange vor Handy und Internet, diente das Gipfelbuch des Schartners als Plattform, über die monatelang kommuniziert wurde. Daraus ergab sich eine Freundschaft, die bis heute besteht.

Das Gipfelkreuz erinnert noch heute an das Deutschfeistritzer Original „Tatti“, der jahrelang tagtäglich auf den Schartnerkogel wanderte und es damit mehrmals ins Guinness-Buch der Rekorde (Kategorie „Dauerbergsteigen“) schaffte.

Dass dieses Kreuz noch heute den Gipfel ziert, grenzt ein wenig an ein Wunder, denn im Jänner 2008 wütete das Sturmtief Paula auch auf dem Schartnerkogel und zerstörte den einst schönen Buchenmischwald im gesamten Gipfelbereich. Immerhin, durch den stürmischen Kahlschlag wurde der Schartnerkogel zu einem reizenden Aussichtsberg, den ich euch sehr empfehlen kann.“


Anreise und Tour

Auf den Schartnerkogel gibt’s natürlich mehrere Zustiegsmöglichkeiten, unkompliziert und lohnend ist der Anstieg von Deutschfeistritz. Diesen interessanten Marktort erreichen wir am besten mit der Übelbacherbahn S11 (die von der Südbahn in Peggau abzweigt). Von der S-Bahn-Haltestelle, mitten im Ort gelegen, folgen wir dem markierten Wanderweg (Nr. 535), über den es vorerst einen Güterweg und dann einen Steig entlang an zwei Quellen und unter dem Jagdhaus Schartner vorbei (Hannessturz!) zur Schartnerwiese geht. Nun queren wir Forststraße und Wiese, wo uns Markierungen den Weg auf den Gipfel der Schartnerkogels weisen.

Für den Weiterweg gehen wir vom Gipfel ein paar Meter den Aufstiegsweg zurück, dann wenden wir uns nach rechts, um, vorerst einer Forststraße und dann einem Steigerl folgend, den Hagensattel zu erreichen.

Im Hagensattel kreuzen sich mehrere markierte Wanderwege, wir können daher je nach Lust, Laune und Zeit entscheiden, wie wir weiterwandern. Der schnellste Rückweg führt durch den teilweise sogar schluchtartigen Königgraben (Nr. 19b) zur Siedlung Königgraben, wo das Gasthaus Bernthaler, ein beliebtes Ausflugsgasthaus (zumindest irgendwann nach der Corona-Lockdown-Zeit) zur verdienten Einkehr einlädt. Am Ende des Königgrabens können wir entscheiden: Entweder wir schreiten nach rechts zur Landesstraße in Kleinstübing und erreichen nach dem Gasthaus Zum Goldenen Hirsch und der Mostschenke Fattingerhof die S-Bahn-Station Stübing, oder wir folgen dem Straßerl nach links zurück nach Deutschfeistritz.

Für Fotos und Karte klicken Sie bitte auf das Bild!


Gehzeiten, Weglänge, Höhenmeter: Gesamtgehzeit ca. 2,5 bis 3 Stunden; ca. 9 km; An- und Abstieg: je ca. 500 hm

Orientierung: Freytag&Berndt Wanderkarte WK 131 Grazer Bergland – Schöckl – Teichalm – Stubenbergsee, Wanderkarte 1:50.000; Kompass Wanderkarte 1:50.000 Blatt 221 Grazer Bergland – Fischbacher Alpen bzw. Blatt 223 Seckauer Alpen, Murtal – Gleinalm; Wanderkarte der Region OberGraz 1:25.000
Karten-Apps: mapy.cz (gratis), bergfex Touren (teilweise kostenpflichtig), Austrian Map (kostenpflichtig)

Beste Jahreszeit: Die Wanderung ist prinzipiell das ganze Jahr über machbar; am schönsten jedoch im Frühjahr und Herbst. Im Winter können Grödeln bzw. Spikes von Vorteil sein.

Einkehrmöglichkeiten/Proviant-Stationen:

  • Café am Platz Bauerladen Viertler Deutschfeistritz |   Website
  • Café Bar da Capo Deutschfeistritz |   Website
  • Fleischerei Eibinger Deutschfeistritz |  Website
  • Gasthaus Bernthaler Königgraben |   Website
  • Gasthaus Zum Goldenen Hirsch Kleinstübing |   Website
  • Mostschenke Fattingerhof Kleinstübing |  Website
     

Tipps/Hinweise:
In Deutschfeistritz befindet sich das Museum Sensenwerk, ein besuchenswertes und interessantes Industriedenkmal. |  Website
Das Viertler-Brot ist in der Gegend besonders beliebt. Kosten kann man es z. B. am Beginn der Wanderung in der Café-Bäckerei Viertler in Deutschfeistritz.
Der Westteil der Schartnerwiese steht unter Naturschutz, da der dortige Halbtrockenrasen ein Massenvorkommen des in Österreich stark gefährdeten Gelben Lein (Linum flavum) darstellt, auch wachsen dort zahlreiche Orchideenarten.  Verordnung zum Naturschutzgesetz

Am Südrand der Schartnerwiese ist weiters ein bemerkenswertes Naturdenkmal situiert, namentlich eine Traubeneiche (quercus petraea).


Infos

ServiceCenter der Verbund Linie: "Bahnhof in der City", Graz, Jakoministraße 1. Alle Informationen zu Bus, Bahn, Bim; Auskünfte, Beratung, Buchungen, Fahrkartenverkauf
+43 (0)50 678910
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BusBahnBim-Auskunft (auch als App): Hinfahrt

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