Titelsujet Wandertipp

Das Aichfeld ist als Teil der alten Industrie-Achse Mürzzuschlag – Judenburg ein wesentlicher Motor der steirischen Wirtschaft. Beispiele dafür sind neben der traditionellen Schwerindustrie (z. B. Stahl Judenburg GmbH) auch zahlreiche Betriebe, die sich im Windschatten des im Aichfeld situierten Red-Bull-Rings entwickelt haben. Unabhängig davon liegt die Region auch am Kreuzungspunkt von zwei wichtigen historischen Verkehrswegen, nämlich einerseits des „Schrägen Durchgangs“ zwischen Wien und oberer Adria sowie andererseits der Verbindung von Voitsberg über die Stubalm und weiter über den Triebener Tauern ins Ennstal. Dieser prominenten Lage verdankt die alte Handelsstadt Judenburg ihre Bedeutung, die sich in der Größe der Altstadt widerspiegelt.

Mit der hier vorgestellten Wanderung kann das Aichfeld von seiner besonders reizvollen Seite erlebt werden: Sie führt von Judenburg (Schnellzugstation, S-Bahn-Linie S8) über die südwestliche Begrenzung des Aichfeldes, den Liechtensteinberg, nach Maria Buch, einen wichtigen obersteirischen Wallfahrtsort, und weiter nach Weißkirchen, einen kleinen Marktort am Kreuzungspunkt der Gaberl- und der Obdacher-Sattel-Straße (Haltestelle „Weißkirchen Hauptplatz“) der Regiobus-Linien 860 und 863.


Tourbeschreibung

Vom Bahnhof in Judenburg spazieren wir vorerst entlang der Bahnhofstraße zur Gußstahlwerkstraße, wo wir uns nach rechts wenden. Nach der Murbrücke erreichen wir den Kreisverkehr, hinter dem die Langgangstiege beginnt, über die wir wiederum in die Altstadt steigen. Dort flanieren wir entlang der Kasernstraße zum Hauptplatz mit dem Wahrzeichen der Stadt, dem Stadtturm, und einigen Cafés und Gasthäusern, die zu einer Pause einladen.

Für den Weiterweg streben wir von der Südseite des Hauptplatzes nach links wieder stadtauswärts zur Talbrücke, an deren anderem Ende rechterhand der Kreuzweg zum Kalvarienberg beginnt. Vorerst geht es entlang des Kreuzweges etwas steiler bergan, nach einem ebenen Stück vereint sich unser Steig mit dem markierten Weg von der Purbachstraße und es geht links hinauf zur Kalvarienbergkirche. Ein paar Meter hinter der Kirche erreichen wir die Forststraße (Wegweiser), über die wir nach rechts bis zur Kehre wandern. Dort beginnt unser Wanderweg (Wegweiser „Wastl am Eck, Ruine Eppenstein“), der teilweise durch Kahlschlagflächen (daher auch instruktives Panorama nach Judenburg und in die umliegende Bergwelt) zum Bergkamm führt, wo er in eine Forststraße einmündet (und wo sich die Aussicht nach Süden, zu den Seetaler Alpen, öffnet). Bei der nächsten Forststraßenkreuzung sehen wir linkerhand ober uns die nächsten gelben Wanderwegweiser (erstmal mit „Liechtensteinberg“ beschrieben), die uns den Weiterweg zu einem Vorgipfel und zum bewaldeten Gipfel des Liechtensteinberges anzeigen. Auf letzterem steht ein Bankerl unter schönen Lärchen, Aussicht gibt es dort allerdings keine.

Kurz nach dem Gipfel ist links vom Wanderweg ein kleiner Aussichtspunkt mit Blicken aufs Aichfeld situiert, ein paar Schritte weiter treten wir aus dem Wald heraus auf eine almerische Wiese. Nun geht es entlang des Fahrweges hinab zum Gehöft Wastl am Eck (der vor langer Zeit eine Gastwirtschaft beherbergt hat), ab dem Hof folgen wir dem aussichtsreichen Güterweg bis zum Wegweiser Richtung Wöllmersdorf. Wir bleiben noch ca. 100 m auf der Straße, dann vertrauen wir uns dem breiten Forstweg an, der links abzweigt und der entlang des Höhenrückens Richtung Südosten führt. Wenn wir links unter uns erstmals die Kirchturmspitze von Maria Buch sehen, bleiben wir noch kurz auf der Schneid und folgen dem Waldweg in einen markanten Sattel mit Wegweiser nach Maria Buch. Ein breiter Weg führt von der Schneid hinab zu einer Forststraße, ab dort geleitet uns ein nur mäßig stark ausgetretener Waldsteig zu einer umzäunten Wiese. Der Durchlass zu dieser ist ein paar Meter weiter links am Waldrand versteckt, danach können wir über die Wiese direkt zum kleinen Wallfahrtsort Maria Buch steigen. Im Maria Buch lohnt es sich, die gotische Wallfahrtskirche zu besuchen und natürlich auch im Gasthaus Zechner einzukehren.

Es zahlt sich aus, von Maria Buch noch die halbe Stunde nach Weißkirchen in Steiermark zu wandern (zumal wir von dort zumindest an Wochenenden die besseren ÖV-Verbindungen haben). Dafür flanieren wir von der Bushaltestelle Maria Buch, am Nordende des Ortes gelegen, entlang des kaum befahrenen Straßerls durch eine ansprechende Kulturlandschaft mit beeindruckenden Blicken auf die das Aichfeld umrahmende Bergwelt (Seckauer Tauern, Gleinalpe, Steinplan, Größing) nach Baierdorf. Hinter Baierdorf, bei der Rechtskurve der Straße, wenden wir uns nach links und folgen dem Weg (Fahrverbot), die Umfahrungsstraße von Weißkirchen unterschreitend, nach Weißkirchen. Entlang der Gaberlstraße geht es ins hübsche Zentrum des kleinen Marktortes, wo bei der Bushaltestelle „Weißkirchen Hauptplatz“ unsere Wanderung endet.

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Informationen

Gehzeiten, Weglänge, Höhenmeter: Gesamtroute: Gehzeit ca. 2,5 bis 3 Stunden; ca. 11 km; An- und Abstieg je ca. 350 hm

Orientierung: Freytag & Berndt Wanderkarte 1:50.000 WK 212 Seetaler Alpen - Seckauer Alpen - Judenburg; Kompass-Karte 223 Sölktäler, Rottenmanner Tauern, Seckauer Alpen, 1:55.000
Karten-Apps: mapy.cz (gratis), Austrian Map (gratis), bergfex Touren (tw. kostenpflichtig)

Beste Jahreszeit: Die Wanderung ist prinzipiell das ganze Jahr über machbar. Im Sommer können Teile des Wanderweges etwas verwachsen sein; im Winter sind meist Grödel bzw. Spikes von Vorteil.

Einkehrmöglichkeiten:
 Gastronomie in Judenburg
 Gasthaus Zechner Maria Buch
 K.u.K Wirtshaus Weißkirchen
 Gasthaus Tavolato Weißkirchen
 Café Fellisch Weißkirchen
 Bäckerei-Café Pirker Weißkirchen
 Café am Platz Weißkirchen

Tipps/Hinweise:
 Abriss der Geographie des Aichfelds
 Sehenswürdigkeiten von Judenburg
 Geschichte von Judenburg
 Überblick über Maria Buch


Anreise

ServiceCenter der Verbund Linie: "Bahnhof in der City", Graz, Jakoministraße 1. Alle Informationen zu Bus, Bahn, Bim; Auskünfte, Beratung, Buchungen, Fahrkartenverkauf
+43 50 678910
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BusBahnBim-Auskunft (auch als App): Hinfahrt

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