"Der felsige Röthelstein ist wohl weit über die steirischen Grenzen bekannt, freilich weniger bei den „normalen“ Berggeher*innen als viel mehr bei den Kletter*innen, zumal die südwest- bzw. südexponierten Wände und Grate fast das ganze Jahr über günstige Kletterbedingungen aufweisen. Der Ratengrat, quasi der Südwestgrat des Röhelsteins, zählt zu den ältesten und bekanntesten Klettergebieten des Grazer Berglands und der Steiermark. In den letzten Jahrzehnten wurden zudem zahlreiche weitere Felswände mit klingenden Kletterrouten erschlossen, wie z. B. „die glorreichen 7“ und „Gintonic“ durch die „Breite Wand“ oder „Das Land des Lächelns“ und „Kinderfuß“ über den Südostsporn des Röthelsteins.

Für uns Wander*innen ist das freilich nix, aber immerhin führen ein paar Wanderwege durch die „Schwachstellen“ des Berges, die zwar meist steil und unmarkiert sind, auf denen jedoch erfahrene Bergwander*innen mit besonders reizvollen Naturerlebnissen und Fern- bzw. Tiefblicken belohnt werden. Unvergesslich bleiben wohl die sehr wahrscheinlichen Begegnungen mit Steinböcken, aber auch das Höhlenportal der Drachenhöhle (diese kann zwischen Mai und September an Sonntagen mit Höhlenführung besucht werden) sowie die zahlreichen Aussichtsplätze mit den Tiefblicken ins Murtal zählen zu den Höhepunkten dieser anspruchsvollen halbtägigen Bergtour.


Tourbeschreibung

Vom Bahnhof Mixnitz-Bärenschützklamm wenden wir uns nach Süden und schreiten durchs kleine Ortszentrum von Mixnitz entlang der Heubergstraße bzw. des markierten Wanderweges Nr. 747 bis zum Rastplatz, wenige Meter hinter dem Heubergstüberl gelegen. Wir folgen dem linkerhand abzweigendem Wanderweg, bis wir nach ca. 100 Höhenmetern die nächste Wegkreuzung erreichen. Dort wenden wir uns erneut nach links (Wegweiser Drachenhöhle, Wegnr. 1) und steigen bergan bis zu einer Forststraße, der wir wenige Meter nach links folgen. Ab einem Bankerl und Gedenkkreuz (Wegweiser) vertrauen wir uns wieder einem Wanderweg an, über den wir weiterhin rasch an Höhe gewinnen. Nach einem Schlag erreichen wir einen kleinen felsigen Höhenrücken mit schönen Tiefblicken nach Mixnitz. Unser Steig quert nach links in die Felsrinne, durch die wir mit Hilfe von Eisenketten hinauf zum beeindruckenden Portal der Drachenhöhle (bis dorthin rot-weiß-rot markiert) kraxeln.

Nach der Rast fädeln wir rechts der Höhle in den gut erkennbaren Steig ein, der uns entlang der Felswände hinauf in eine steile, nur schütter bewaldete Rinne geleitet (graue Farbmarkierungen helfen uns bei der Orientierung). Nun können wir wahlweise durch diese Rinne über Steigspuren direkt in Falllinie zum Sattel zwischen Steinspitz (rechts) und Röthelstein (links) hinaufkraxeln (mühsam!). Etwas weniger anstrengend und landschaftlich reizvoller ist es aber, wenn wir dem Steig schräg nach links weiter hinauf zu einem flachen und aussichtsreichen Wiesensattel (zwischen Breiter Wand und Steinspitz – siehe beigefügte Karte) folgen. Steigspuren geleiten uns durch die Ostseite des Steinspitzes zum vorhin erwähnten Sattel zwischen Steinspitz und Röthelstein, wo wir auch die Reste eines Wildzaunes erkennen. Unser Steig führt nun wieder sehr steil bergan mehr oder weniger direkt zum Röthelstein-Kamm, den wir auf einer schönen Wiese erreichen. Wenn wir und nach links wenden, gelangen wir in wenigen Minuten zum aussichtsreichen Felsgipfel (ca. 1.210 m); rechterhand können wir direkt auf den höchsten Punkt bzw. Hauptgipfel des Röthelsteines (1.263 m) steigen. Auch der Abstiegsweg zur Bucheben beginnt auf dieser Wiese, ebenfalls rechterhand, nur nördlich am Hauptgipfel vorbeiführend.

Eine weitere Abstiegsvariante zur Bucheben führt vom höchsten Punkt des Röthelsteins entlang des aussichtsreichen Südostgrats und dann entlang eines (mit gelben Farbzeichen gekennzeichneten) Steigls durch die bewaldete Ostseite des Röthelsteins.

Auf der Bucheben (1.081 m) vertrauen wir uns wieder dem markierten Weg Nr. 747 an, indem wir der Forststraße nach rechts folgen. Wenige Minuten später kommen wir zu einer Wegkreuzung (Wegweiser), wo wir in den guten Wanderweg in Richtung Mixnitz einfädeln, über den wir, eine weitere Wegkreuzung links liegen lassend (Wanderweg nach Frohnleiten), mehre Forststraßen querend sowie am Wenig-Eben-Bründl vorbeigehend, wieder die Heubergstraße erreichen. Entlang dieser spazieren wir in wenigen Minuten zurück zu unserem Ausgangspunkt, dem Bahnhof in Mixnitz.

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Gehzeiten, Weglänge, Höhenmeter: Gesamtgehzeit ca. 4 bis 5 Stunden; ca. 10 km; An- und Abstieg ca. 800 hm

Orientierung: ÖK Wanderkarte 1:50.000 Nr. 4223 Weiz; Freytag&Berndt Wanderkarte 1:50.000 WK 131 Grazer Bergland – Schöckl – Teichalm – Stubenbergsee; Kompass Wanderkarte 1:50.000 Blatt 221 Grazer Bergland – Fischbacher Alpen
Karten-Apps: mapy.cz (gratis), bergfex Touren (tw. kostenpflichtig), Austrian Map (gratis)

Beste Jahreszeit: April bis November

Einkehrmöglichkeiten in Mixnitz:
Heubergstüberl |  +43 650 50347115
Imbiss Johann Zink |  +43 664 2041610
 Café Stoabock / Naturwelten Steiermark

Tipps/Hinweise:
ie Wanderung führt durch alpines Gelände. Eine entsprechende Ausrüstung (festes Schuhwerk, Bergstöcke) sowie Bergerfahrung, Orientierungssinn und Trittsicherheit (Steinschlag!) sind daher notwendig! Ausreichend Getränke mitnehmen.

 Drachenhöhle | Achtung: Aus Gründen des Naturschutzes ist ein Besuch der Höhle ausschließlich im Rahmen der Führungen gestattet!
 Tourismus in der Gemeinde Pernegg


Anreise

ServiceCenter der Verbund Linie: "Bahnhof in der City", Graz, Jakoministraße 1. Alle Informationen zu Bus, Bahn, Bim; Auskünfte, Beratung, Buchungen, Fahrkartenverkauf
+43 50 678910
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BusBahnBim-Auskunft (auch als App): Hinfahrt

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