Aller schönen Dinge sind drei: Jägersteig, Kaschlsteig und Dielachboden.
Die weltweit älteste "durchgehend bewohnte Zisterzienserabtei" – deren Mönche wirken nach den Regeln des heiligen Benedikt, "arbeite und bete" – besteht seit dem Jahr 1129 und wurde vom Kloster Ebrach (Franken, D) gegründet. Kloster-Führungen für Einzelbesucher beginnen täglich jeweils um 10:30 und 13:30 Uhr.
Wanderroute
Prälatenweg und Mühlbachgraben. Aller Anfang ist leicht: Die gegenüber dem früheren Gemeindeamt Eisbach beginnende Wanderstrecke führt, entlang einer Zufahrt, in den Mühlbachgraben. Dort mündet der Prälatenweg in eine Forststraße. Dieser folgt man ebenfalls taleinwärts. Der zielführende Anstieg beginnt mit der nun ansetzenden "Bergwertung":
Kogelleitensteig – Gehöft Höfer (910 m). Der im steilen Waldhang harmonisch trassierte Fußweg schlängelt sich über Wurzelböden und mündet in eine Forststraße (880 m). Man folgt ihr und erreicht nächst des Gehöftes Höfer den ...
Vier-Tausender-Höhenweg. Er verbindet die vier Tausender Pleschkogel, Heiggerkogel, Walzkogel, Mühlbacher Kogel und leitet – nordwärts – nach Kleinstübing. Gerd Sitzenfrey, Vorsitzender der Sektion Graz des Österreichischen Touristenklubs (ÖTK), markiert auch diesen Wanderweg; er gehört zum insgesamt 220 Kilometer umfassenden Wegenetz der ÖTK-Sektion Graz. Derselbe Höhenweg (Nr. 562) verläuft entlang von Forststraßen, leitet zum Heigger-Bergkreuz (1025 m), anschließend ostseitig um den Walzkogel. Nach dem Hoschbauerkreuz (960 m) gelangen wir an den Mühlbacher Kogel und queren an ihm zu einem sonnseitig liegenden Anger. Darauf steht – ahhh, wie romantisch! – die ...
Mühlbacher Hütte (994 m). Gern attestieren wir: "Ein Rastplatz wie aus einem Bilderbuch." Einfach, jedoch zweckmäßig ausgestattet. Folgende gastfreundliche Idee bewährt sich seit Jahren: Auch außerhalb der Bewirtschaftungszeit ist der Hütten-Gastraum offen. Bitte, Getränke dem Schrank entnehmen – Bezahlen ist Ehrensache.
Der Kaschlsteig. Dieser innerhalb des Grazer Umlandes einzigartige Bergpfad – benannt nach Martin Kaschl, einem Mitglied der Sektion Graz des Österreichischen Touristenklubs (ÖTK) – steht seit gut einhundert Jahren in der Gunst ungezählter Ausflugsgäste. Derselbe Steig blieb anno 2008 vom Sturm großteils verschont. Hingegen hat sich am oberst liegenden Wegteil eine Forststraße hineingeknabbert. Um so größeren Wert hat der unversehrt erhaltene, größere Teil des Kaschlsteiges: Kleine Felsformationen sowie fotogene Plätzchen und Plätze – darunter der Rastplatz beim Apfelstein (785 m} – zeichnen diesen ausgesprochen romantischen Wanderweg aus.
Im Dielachboden nach Kleinstübing (390 m). Beim Gehöft Hörgaspauli (568 m) mündet der Kaschlsteig in eine Straße und diese verbindet zur Mostschenke Hörgasbauer. Unterhalb davon, schon im Waldstück, zweigt man rechts ab in den Grabengrund und geht darin abwärts zum Gehöft Jeinegg (435 m).
Ein gut trassierter Weg leitet, am rechten Ufer des Dielachbaches, talaus, konkret zum Bildstock an der Brücke in Kleinstübing. Ein paar Minuten später, vorbei am ehemaligen Gasthaus Binder, stehen wir auf dem Florianiplatz. Der Zugang zum Bahnsteig erfolgt auf der Überbrückung; davor steht ein Ticket-Automat.
Gehzeiten, Höhenmeter, Weglänge
5 Std.; Anstieg 630 Hm, Abstieg 685 Hm; 16,4 km
Informationen
Beste Jahreszeit
Mai bis Oktober
Kontakt
+43 664 1737514 (Mühlbacher Hütte)
+43 3124 55074 (Mostschenke Hörgasbauer)
Anreise mit Bus & Bahn
mit RegioBus-Linie 110 bis Haltestelle Rein Gemeinde; Rückfahrt ab Bahnhof Stübing mit S-Bahn S1
Hinfahrt • Rückfahrt