Titelsujet_Wandertipp_Woerschach_NEU

Zu diesem Wandertipp können zahlreiche weitere Berg-Erzählungen erwähnt werden: wie z. B. über den langen, aber besonders abwechslungsreichen Hüttenzustieg von Wörschach über die Ruine Wolkenstein und die Jausenstation Oberkogler, am spektakulären Felsberg Hochtausing vorbei zur entlegenen Hochmölbinghütte der ÖTK-Sektion Graz (auch eine Art Geheimtipp, da die meisten Hüttenbesucher sich durch die Pkw-Anfahrt den reizvollen unteren Teil des Hüttenwanderwegs entgehen lassen). Oder über die lohnenden Bergziele der Spechtenseehütte bzw. bei Wörschachwald, vor allem im Bergkamm Gwöhnlistein – Hechlstein – Feldl – Bärenfeuchtmölbling – Hochtausing, aber auch der felsumschürzte Nojer, der vom Spechtensee durch eine Schwachstelle über ein unmarkiertes Steigerl erreichbar ist (mehr als ein Geheimtipp!).

Apropos Berge: Der Name „Dachsteinblick“ weist gleich auf den bekanntermaßen höchsten Berg der Steiermark (und Oberösterreichs) hin. Dabei dominiert weniger der schöne Blick zum Dachstein mit seinen Gletschern, als viel mehr jener zum dort alles beherrschenden Grimming. Und der Grimming, der einstige „Mons Styriae altissimus“, bildet schließlich die spektakuläre Kulisse für Pürgg, jenes bezaubernde Dorf, das Peter Rosegger ganz marketinggerecht als „Steirisches Kripperl“ bezeichnet hat.

Anreise und Tour

Vom etwas außerhalb der Ortschaft gelegenen Bahnhof Wörschach Schwefelbad spazieren wir entlang der Straße, die Ennstal-Straße unterquerend, nach Wörschach; nach dem Ortszentrum zeigen uns die Wegweiser den Weiterweg zur Wörschachklamm an, indem wir links abbiegen und ins Wörschachbachtal hineinwandern. Alsbald ist das Klammstüberl erreicht, wo wir den Obulus für den Klammbesuch entrichten, über die Verhaltensregeln in der Klamm informiert werden und uns auch ein wenig stärken können. Danach steigen wir durch die beeindruckende Klamm, die nach einer fast  zweijährigen Sperre ab der Saison 2022 wieder besucht werden darf. Nach ca. einem Kilometer Staunen und Schauen stehen wir am oberen Klammende und folgen dem sehr gut ausgeschilderten Steig entlang des Wörschachbaches talaufwärts. Einmal noch erleben wir ein wenig Klammcharakter: Nach der Brücke mit dem Hinweis „Junggesellen-Steig 2017“ kommen wir an einem hübschen Wasserfall vorbei – inklusiver wertvoller Verhaltenstipps ;-). Auch danach bleibt der Wanderweg dem Wörschachbachgraben treu, bis er auf ca. 960m in einen Güterweg einmündet. Dort können wir uns entscheiden: entweder linkerhand entlang des Waldwegs zum Spechtensee zu wandern, oder nach rechts dem Straßerl durch die schöne Kulturlandschaft des hinteren Teils von Wörschachwald zur Spechtenseehütte zu folgen.

Die Spechtenseehütte, ein schönes Alpenvereinshaus der Sektion Stainach, lädt zur verdienten Rast ein, hier besteht auch die Möglichkeit zu nächtigen. Die Wegweiser vor der Hütte weisen uns auf den Weiterweg hin („Pürgg über Dachsteinblick“). Wir wandern entlang des Weges am Nordrand des Spechtensees (mit Badebereichen) vorbei, kurz nach dem See folgen wir dem Steig über den Spechtenrugg’n und dem Holzwegweiser zum Wörschachwalderhof. Ab dem großen Gasthaus (Einkehr- und Nächtigungsmöglichkeit) geht’s entlang der Straße nach links (Richtung Tauplitz), an den Wegkreuzungen Vordermoosel und Finstergraben vorbei bis zum Waldbrunn. Dort vertrauen wir uns dem Wanderweg an (Wegweiser), der uns durch ein kurzes Waldstück zur Wiese beim Rohrmooser geleitet, wo uns ein Rastplatz mit phantastischem Blick zum Dachstein und zum imposanten Grimming erwartet. Über die Wiese gehen wir an einem schönen Holzmarterl vorbei zum Gehöft Rohrmooser, um in das Asphaltstraßerl einzufädeln, entlang dem wir an ein paar Ferienhäusern vorbei zum Gasthof Dachsteinblick schreiten.

Nach der Stärkung im traditionsreichen Gasthaus vertrauen wir uns dem Marterlsteig (Weg Nr. 278) an, der vorerst steil bergab führt (beim Einstieg auf kleinen Wegweiser achten – unterwegs Blicke zu den überhängenden Wänden des Gindlhorns und Jungfernsturzes) und uns dann, deutlich bequemer, hinüber zum Parkplatz von Pürgg geleitet. Wir spazieren in den intakten und schönen Ortskern, wo sich das Gasthaus Krenn als exzellente Labestation anbietet und wir auch die zahlreichen Häuser sowie die Pfarrkirche besichtigen können. Die kulturhistorisch herausragende Kirche St. Johannes liegt etwas außerhalb östlich des Dorfes.
Entlang des gut beschilderten Steiges wandern wir schließlich in ein paar Minuten hinab zur, spektakulär unter den Wänden des Burgstalls situierten, Bahnstation Pürgg, von wo wir die Heimreise antreten.

Für Fotos und Karte klicken Sie bitte auf das Bild!


Gehzeiten, Weglänge, Höhenmeter: Gesamtgehzeit ca. 4 Stunden; ca. 15 km; Anstieg: knapp 500 hm Abstieg: ca. 400 hm

Orientierung: ÖK Wanderkarte 1:50.000 Nr. 4213 Liezen; Freytag&Berndt Wanderkarte 1:50.000 WK 082 Bad Aussee, Totes Gebirge, Bad Mitterndorf, Tauplitz; Kompass Karte Nr. 68, Ausseer Land, Ennstal, Tauplitz 1:50.000
Karten-Apps: mapy.cz (gratis), Austrian Map (gratis), bergfex Touren (tw. kostenpflichtig)

Beste Jahreszeit: Mai bis Oktober

Einkehrmöglichkeiten in Wörschach:

  • Gästehaus-Restaurant Poschenhof  |  Website
  • A nett´s Gasthaus  |  Website
  • Gasthaus Weitgasser |  Website
  • Klammstüberl, Jutta Lux,  +43 676 87837334 oder +43 3682 22045,  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
  • Spechtenseehütte  |  Website
  • Gasthaus Wörschachwalderhof  |  Website
  • Gasthof Dachsteinblick |  Website
  • Gasthaus Krenn in Pürgg  |  Website


Tipps/Hinweise:

Über die Attraktionen von Wörschach (Klamm, Ruine Wolkenstein und Wörschacher Moor gibt folgende Seite Auskunft  |  Website
Auskunft über den Spechtensee liefert Wikipedia  |  Website
Auch über die kulturhistorisch besonders bedeutende Kirche St. Johannes in Pürgg können wir uns bei Wikipedia informieren  |  Website


Infos

ServiceCenter der Verbund Linie: "Bahnhof in der City", Graz, Jakoministraße 1. Alle Informationen zu Bus, Bahn, Bim; Auskünfte, Beratung, Buchungen, Fahrkartenverkauf
+43 50 678910
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BusBahnBim-Auskunft (auch als App): Hinfahrt

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